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Vollzugskonzept / Aufnahmeverfahren

18.05.2017

In der Abteilung "Diagnostik und Planung" werden alle Gefangenen auf ihre Vollzugszeit in der Jugendanstalt vorbereitet und umfassend über die Regeln, Möglichkeiten und Rahmenbedingungen informiert. Im Rahmen der Behandlungsuntersuchung werden alle verfügbaren Informationen über den einzelnen Gefangenen gesammelt. Besondere Probleme werden diagnostiziert. Die Mitarbeiter der Abteilung überprüfen die Eignung für den offenen Vollzug. Auch die Notwendigkeit einer therapeutischen Intervention wird geprüft. Sozialpädagogen und Psychologen erforschen in strukturierten Interviews die bisherige Entwicklung. Gemeinsam mit den Gefangenen werden Zukunftsperspektiven für die Zeit während und nach der Haftzeit erarbeitet. Auf der Basis dieser Erkenntnisse wird ein individueller Erziehungs- und Förderplan erstellt. Darin werden die für die soziale Integration erforderlichen Bildungs- und Behandlungsmaßnahmen verbindlich festgelegt. Im Aufnahmeverfahren und während der weiteren Haftzeit werden die Bereitschaft zur Mitarbeit und die Veränderungsmotivation intensiv beobachtet und eingeschätzt. Ziel ist es, die Mitarbeitsbereitschaft zu fördern. Die Aufnahmeabteilung verlegt die Gefangenen nach Abschluss des Aufnahmeverfahrens in die zuständigen Vollzugsabteilungen. Im Abstand von höchstens 4 Monaten wird der Erziehungs- und Förderplan überprüft und fortgeschrieben. Unterbringung, Behandlungsmaßnahmen, Arbeits- oder Ausbildungsangebote werden aktualisiert und angepasst. Auf positive wie negative Entwicklungen der Gefangenen wird so zeitnah reagiert.

Artikel-Informationen

Jugendanstalt Hameln
Öffentlichkeitsarbeit
Tündernsche Strasse 50
31789 Hameln
Tel: 05151-904600

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